{"id":97,"date":"2014-02-08T15:54:14","date_gmt":"2014-02-08T13:54:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.neuropolis-berlin.de\/?p=97"},"modified":"2021-10-14T12:22:31","modified_gmt":"2021-10-14T10:22:31","slug":"apparatus-operandi-synthesen-lesen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/neuropolis-berlin.de\/?p=97","title":{"rendered":"apparatus operandi \u2013 Synthesen lesen."},"content":{"rendered":"<p><i>apparatus operandi<\/i> ist ein conceptual art project von Jan-Peter E.R. Sonntag aus Setzungen in verschiedenen Formaten. Das Projekt stellt die wahrnehmungsgenerative Potenz von Apparaten in Frage. Sebastian D\u00f6ring entwirft und erw\u00e4gt die arch\u00e4ologischen Fugen und Glieder des Projekts.<\/p>\n<p>1.) Ausgangspunkt<\/p>\n<p>Im Deutschen Literaturarchiv in Marbach (DLA) finden wir einen DIY-Modularsynthesizer. Eines der f\u00fcnf Module kommt im Literaturmuseum der Moderne in einer Vitrine zur Ausstellung. Die vier \u00fcbrigen Module stehen neben Bastelwerkzeug, einer Hifi-Anlage und anderen Dingen in einem metallenen Schrank. Neben diesem Schrank steht noch ein weiterer Schrank und um ihn stehen historische M\u00f6bel und h\u00e4ngen gerahmte Gem\u00e4lde. Hauptgebrauch der Schr\u00e4nke ist weniger das \u00d6ffnen, mehr das Verwahren.<br \/>\nDer Synthesizer hat einem zum Kulturwissenschaftler gewordenen theoretischen Literaturwissenschaftler geh\u00f6rt. Deshalb steht er dort im DLA. Selbst gebastelt, in B\u00fcro und Privatwohnung ausgestellt und mindestens eine Schaffensperiode lang immer wieder in Erz\u00e4hlung und Text aufgerufen. Dieser Synthesizer ist das Subjekt einer Spurensuche zwischen Deskription und Forensik. Diesen Spuren folgend suchen wir nicht etwas. Wir folgen den Spuren und lassen sie Anlass sein f\u00fcr Handlungen im Hier und Jetzt.<\/p>\n<p>2.) Umsetzung<\/p>\n<p>Jetzt und hier sind wir gebeten, einen Einblick zu geben, wie solche Spurensuche aussieht. Wir beantworten die Einladung zu diesem Workshop mit einigen Details und Betrachtungen zum Rhythmusgenerator, der (f\u00fcr Synthesizer eher un\u00fcblich) im ersten Modul verbaut ist, und mit der ersten Ann\u00e4herung an eine separate Platine. Diese Platine ist voll aufgebaut und best\u00fcckt, und sie ist Bestandteil eines in weiten Teilen vollst\u00e4ndigen, aber nicht mehr bis zu Ende aufgebauten sechsten Moduls. Die Bauteile dieses unvollendeten Moduls liegen nicht in Marbach, sondern wurden dem <i>apparatus operandi<\/i>-Archiv \u00fcbereignet, so dass wir an diesen Bauteilen keine konservatorischen Vorgaben zu missachten brauchen.<\/p>\n<p>Auf Kittlers Schreibspuren, mit scharfem Blick und wachem Ohr, mit und gegen Kittler an Nietzsche vorbei und \u00fcber Foucault hinaus, gilt es nicht schlicht den Modularsynthesizer einer Vivisektion zu unterziehen. \u00dcber das Denken und Dichten von Hardware betreiben wir an den nachgelassenen Corpora Philologie, Kittler-Exegese. Schaltungsgrammatologie. \u201eSie haben Recht \u2013 unser Schreibzeug arbeitet mit an unseren Gedanken.\u201c (KSB, III, 1, 172.)<\/p>\n<p><i>neuropolis<\/i> ist Produktionspartner des Beitrags <i>Synthesen lesen<\/i> von <i>apparatus operandi<\/i> am 19.\/20. Februar 2014 am Digital Cultures Research Lab der Leuphana Universit\u00e4t L\u00fcneburg.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.apparatus-operandi.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.apparatus-operandi.org\/<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/audio.uni-lueneburg.de\/downloads\/Synthesen_Lesen_Programm.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">audio.uni-lueneburg.de\/downloads\/Synthesen_Lesen_Programm.pdf<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>apparatus operandi ist ein conceptual art project von Jan-Peter E.R. Sonntag aus Setzungen in verschiedenen Formaten. Das Projekt stellt die wahrnehmungsgenerative Potenz von Apparaten in Frage. Sebastian D\u00f6ring entwirft und erw\u00e4gt die arch\u00e4ologischen Fugen und&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":102,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"gallery","meta":[],"categories":[4],"tags":[7,9,10],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/neuropolis-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/97"}],"collection":[{"href":"http:\/\/neuropolis-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/neuropolis-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/neuropolis-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/neuropolis-berlin.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=97"}],"version-history":[{"count":15,"href":"http:\/\/neuropolis-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/97\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":181,"href":"http:\/\/neuropolis-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/97\/revisions\/181"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/neuropolis-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/102"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/neuropolis-berlin.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=97"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/neuropolis-berlin.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=97"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/neuropolis-berlin.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=97"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}